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Musikal-theol. Einführung in Brittens "War Requiem

Montag, 26. März 2018, 19 Uhr
Trinitatiskirche Köln
In Kooperation mit der Karl Rahner Akademie und der Melanchthon-Akademie

"Abraham opfert Isaak und die Jugend Europas"
Musikalisch-theologische Einführung in Brittens "War Requiem"

Banu Böke, Sopran
Esther Valentin, Mezzosopran
Scott Wellstead, Tenor
Erik Sohn, Bariton

Prof. Johann Michael Schmidt, Theologe
Dr. Martin Bock, Moderation

Kammerchor des Bach-Vereins Köln
Jugendchor der Lukaskirche Bonn

Thomas Neuhoff, Klavier und Leitung

Eintritt frei!

Abraham opfert Isaak - Diese vermeintliche Fälschung der Bibel findet sich in den "War Poems", die von dem jungen Engländer Wilfred Owen (1893-1918) während des Ersten Weltkrieges geschrieben wurden. Sie sind eine provozierende Anklage gegen ein Europa, das seine Söhne skrupellos in die Schützengräben schickte.
Owen starb in den letzten Kriegstagen an der Front. Seine Dichtung wurde weltbekannt durch die Vertonung von Benjamin Britten, der 1961 in seinem "War Requiem" diese erschütternden Gedichte Owens und den Text der lateinischen Totenmesse miteinander verschränkte. Im Jahr darauf brachte der Komponist dieses Antikriegsoratorium anlässlich der Wiedereinweihung der im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen zerstörten Kathedrale von Coventry selbst zur Uraufführung.

Im Zentrum von Benjamin Brittens musikalischem Bekenntnis zum Pazifismus steht die Owen-Fassung der alten Abraham-Geschichte (Genesis 22,19), überschrieben mit "The Parable of the Old Man and the Young". Im Gegensatz zur Bibel gibt es hier kein gutes Ende, denn der alte Mann hört nicht auf die Stimme Gottes und opfert seinen Sohn – und mit ihm "die halbe Jugend Europas". Die Abendveranstaltung in der Trinitatiskirche bietet Raum für theologische und musikalische Betrachtungen.