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Musikal.-theol. Einführung in Hindemiths Requiem

Sonntag, 26. Januar 2020, 11 Uhr
Trinitatiskirche Köln
In Kooperation mit der Melanchthon-Akademie und der Karl Rahner Akademie Köln
Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

For Those We Love - Denen, die wir lieben
Hindemiths musikalische Reaktion auf Krieg und Holocaust in seiner Whitman-Vertonung »When Lilacs Last in the Dooryard Bloom'd« (»Flieder-Requiem«)

Jennifer Panara, Mezzosopran
Frederik Schauhoff, Bariton
Elisabeth Lilge. Flöte
Christoph Aißlinger, Viola
Dr. Martin Bock, Theologe
Chor des Bach-Vereins Köln
Thomas Neuhoff, Klavier und Leitung

Eintritt frei!

»A Requiem. For Those We Love« – so betitelte Paul Hindemith sein 1946 entstandenes Werk, das nach seiner ersten Textzeile »When lilacs in the door-yard bloom’d« (dt. »Als Flieder jüngst mir im Garten blüht«) auch als »Flieder-Requiem« bezeichnet wird. Für sein vom New Yorker Collegiate Chorale anlässlich des Todes von US-Präsident Franklin D. Roosevelt in Auftrag gegebenes Requiem griff der frisch gebackene amerikanische Staatsbürger auf das gleichnamige Poem des US-amerikanischen Nationaldichters Walt Whitman zurück.

Im Zentrum des Werks steht die jüdische Melodie »Gaza«, die der Komponist in den 1940er Jahren in seinem amerikanischen Exil entdeckte. Aus dieser Melodie leitet Hindemith fast alle tragenden Themen seines Requiems ab und webt sie einfühlsam und kunstvoll in seine eigene Musiksprache ein. Dabei wirkt die Verwendung der jüdischen Hymne zu keiner Zeit wie ein offensichtliches Zitat, sondern vielmehr wie ein subtiles, trauerndes, doch in keiner Note aufbegehrendes Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, an die Gefallenen, Verwundeten und Hinterbliebenen sowie das unermessliche Leid des jüdischen Volkes.

Die Veranstaltung spürt am Vortag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus musikalisch wie theologisch Hindemiths musikalischer Reaktion auf Krieg und Holocaust nach.